Entstehung


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1985-1995

 

Während meiner Ausbildung zum KfZ-Mechaniker bei BMW in Hamburg-Jenfeld lernte ich das damals neuartige "Mountainbike" kennen und kam so zum Radsport. Ich war  überwiegend in der Motorradabteilung beschäftigt, und die Endurofahrer trainierten mit diesen revolutionären Geländerädern mit drei(!) Kettenblättern vorne.

Mein erster Kontakt war damals die Firma PIRATE von Ranold Prinzlau, legendärer Yamaha-XT Guru und auch nebenbei Importeur der Marke MS-Racing.

Gleich nach meiner AUsbildung wechselte ich mit Pedalkraft in den ersten Fahrradladen, gefolgt von JODY-Sports und Vaumax. Während dieser Zeit lernte ich sehr viel über die Fahrradtechnik, und es stellte sich für mich heraus, daß ich schlichter, einfacher Technik den klaren Vorzug gab. Ich machte u. a. auch Bekanntschaft mit den damaligen Gottvatern der Szene Joe Breeze, Graison Brain (Rocky Mountain), Pippin Osborne (Syncros), Chris de Kerf und Ben Serotta, der mich sogar für ein Jahr in die USA zum Rahmen bauen einlud.

Die Mountainbikes des "Erfinders" Joe Breezer fanszinierten mich allerdings am meisten, und so fuhr ich nicht nur  Rennen  auf Breezer Rädern. Ich gründete auch die RETROCYCLE I.G. (Interessen Gemeinschaft) um an diese seltene Räder und auch an die Teile dafür zu kommen.

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1995-2005

 

Diese Breezer Fahrräder ließen es irgendwann nicht mehr zu, sie im Gelände zu fahren. Zu selten waren sie, und die Ersatzteilversorgung wurde immer dramatischer.

Während dieser Zeit arbeitete ich nicht mehr in der Fahrradbranche, sondern als KfZ-Restaurator bei der Firma Steinke-Sportwagenservice. Hier verfeinerte ich meine Tätigkeit mit dem Brenner und Gas so sehr, daß bald die logische Folge war: Den ersten eigenen Rahmen zu konstruieren und zu bauen. Heraus kam ein Mountainbike mit dem vielsagenden Nahmen "Mountaineer", muffenlos aus Columbus Life Stahl gelötet. Das gesamte Rad wog nur 9,5 kg, leichter als die heißgeliebten Breezer! Diesem Rad folgte mit dem "Tourneer" der erste Rennradrahmen und parallel dazu die Idee für das erste Alltagsrad "Randoneer". Es sollte ein klassisches Sport- und Tourenrad in extrem hoher Qualität werden. Allerdings musste der Rahmen aus Kostengründen dazu gekauft werden, sonst würde der Preis astronomisch werden.

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2005-2015

 

Während ich den Gedanken immer weiter verfolgte, aus der RETROCYCLE I.G. eine richtige Marke zu machen, erstellte ich neben vielen tollen Ideen für neue Fahrradmodelle einen aufwendigen Business-Plan und absolvierte am Berufsforum in Berlin ein Fernstudium "Betriebswirtschaft Fahrradhandel".

Nebenbei wurde das Modell "Randoneer" real, zunächst mit einem Rahmen der Firma Bötthcer, Magura Bremsen und einer Shimano Nexus Premium Getriebenabe. Später folgte ein Rahmen der Firma RACO/INTEC,  hochwertigen Bauteilen von Brooks, Campagnolo, Gilles Berthoud und Schmidt. Nun hatte ich fast genau das Alltagsrad, wie ich es mir vorstellte. Aber Stillstand ist des Fortschritts Tod, und so habe ich im Laufe der Zeit diese Modell auch nach der Kundennachfrage immer weiter modernisiert. Ich baute diese Räder nach wie vor bei uns "im Keller" in Hamburg und verkaufte die Rahmen und Räder über unsere Website. Nach drei Jahren ließ ich die Rahmen dann nach meinen Wünschen bei der Firma Krüger Rahmenbau in Spenge bei Bielefeld aus Columbus ZONA Nivachrom Rohren fertigen. Nun setzte ich alle Anlötösen nach Kundenwunsch, und die Rahmen wurden erst nach Auftragseingang in Wunschfarbe pulverbeschichtet.

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2015- ?

 

im jahre 2015 zogen wir nach Lübeck. Während dieser Zeit wollte ich nun endlich eine Werkstatt oder Laden eröffnen und startete eine Crowfounding-Kampagnie auf die Plattform Ecocrowd der Deutschen Umweltstiftung. Hier durch bekam RETROCYCLE zwar eine höhere Aufmerksamkeit, aber das agbestrebte Ziel erreichte ich mit der Idee RETROCYCLE nicht. Aber wie die Jungfrau zum Kinde kam ich kurze Zeit später dann doch zu einem Ladenlokal in Lübeck. Hier baute ich dann verstärkt die Rahmen selber, und ich gründete mit dem RETROCYCE TOURING CLUB eine Plattform für gemeinsame Ausfahrten zwischen Hamburg und Lübeck durch Ostholstein, eine der reizvollsten Radgegenden in Deutschland. Leider musste ich allerdings in der Saison 2018 erkennen, daß die Resonanz und Nachfrage nach hochwertigen Fahrrädern, qualifizierter Handarbeit und entspannten Touren gerade in und um Lübeck nicht so war, wie von mir gedacht und auch erhofft. In Verbindung mit stark gestiegenden Mietpreisen beschloß ich nach langer Überlegung, das RETROCYCLE "Werkatelier", wie ich es nannte, zu schließen.

Mittlerweile bin ich bei der Firma Trenga.de ich der Produktion als Pulverbeschichter tätig. Dies hat den Vorteil, da ich unsere Rahmen jetzt selber beschichten kann, daß RETROCYCLE jetzt auch die volle Qualitätskontrolle vom ersten Rohrschnitt bis zum letzten Farbauftrag in eigener Hand hat. Und mit dem angeschlossenen Einzelhandel des Fahrradcenter Harburg und der hochqualifizierten Werkstatt kann für RETROCYCLE Kunden ein hochwertiger Service die gesamte Woche geboten werden. Auf Wunsch auch von mir persönlich.

Was die nächste Zukunft für RETROCYCLE bringt, weiß ich nicht. Es werden weiter Rahmen gebaut, der RTC ist eine schöne Gelegenheit uns bei Touren kennen zu lernen, und vielleicht gibt es schon bei entsprechender Nachfrage in naher Zukunft ein neues "RETROCYCLE-Werkatelier".........