Muffenlos gelötet


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Muffenlos gelötet

 

Die Art des Rahmenbaus ist die höchste Rahmenbaukunst, die es aktuell gibt. Hier werden die Rohre zueinander auf den Bruchteil eines Millimeters genau angefast oder gegärt. Dann wird in den vorhandenen Spalt unter vorsichtiger Erwärmung Lot, vorzugsweise Silberlot, eingelassen um es dann immer weiter aufzufüllen. Die Kunst dabei besteht dahin, der Verarbeitungsstelle zu viel Hitze zu kommen zu lassen, wie sie braucht ("kalte Lötstelle" siehe Lexikon), aber gleichzeitig sie auch nicht so heiß zu machen, dass das Lot wieder weg fließen kann. Anschließend wird dieser Bereich mit Schleifpapier behutsam glatt poliert. Diese Bauweise ermöglicht alle erdenklichen Winkel der Rohre, so dass man in der Lage ist jeder mögliche Geometrie für Fahreigenschaften und/oder Sitzposition um zusetzten. Im Gegensatz zum schweissen, was von der Vorarbeit ähnlich ist, wird aber hier gelötet und man erhält eben die gewünschte "stoffschlüssige Verbindung". Und es sieht mit Abstand am elegantesten aus, der Rahmen wirkt wie aus einem Guss, geradezu "gewachsen". Einzig der immense Arbeitsaufwand machen muffenlos gelötete Rahmen mit zu den teuersten Rahmen.