retrocycle touring club


Die Nachfrage nach entspannten, organisierten Touren, die ausgewiesen NICHT den Charakter einer RTF, Rennen oder ähnliches haben, war die letzten Jahre bei uns schon immer hoch.

Und gerade in der letzten Saison wurde mit unserem neu gegründeten Werkatelier auch das Angebot von RETROCYCLE ausgeführten Touren rege wahrgenommen.

Wir haben uns jetzt dazu entschieden, den RTC (Retrocycle Touring Club) zu gründen!

Mit unserem strategischem Lagepunkt fast direkt am Hauptbahnhof Lübeck, der B75 und unweit vom Holstentor und der Altstadtinsel Lübecks (UNESCO Weltkulturerbe) haben wir beschlossen, für Radenthusiasten einen Treffpunkt zu schaffen.

Gedacht ist der RTC nicht nur für die stolzen Besitzer eines RETROCYCLE-Rades.

Es kann formlos jeder mitmachen und -fahren, der über ein klassisches, schönes und

verkehrssicheres Stahlrad verfügt.

 

Die Devise gilt: Jeder auf eigene Gefahr und die Gruppe ist so schnell wie der langsamste Teilnehmer!

Wir fahren diese Touren nur und treten dabei ausdrücklich nicht als Veranstalter auf!

 

Und nicht nur nach der ausgedehnten Tour kann man bei uns entspannen:

Es gibt Erfrischungen, an denen man sich mit einer freiwilligen Spende beteiligen kann.

In gemütlicher Atmosphäre kann man klönen, die letzte Tour besprechen oder die Nächste planen und in unserem kleinen Bestand an alten Zeitschriften und weiterer wundervoller Lektüre schmökern.

Vor jedem Start gibt es erst einmal ein zweites, kleines Frühstück , wobei mal sich kennenlernt und die Werkstatt mit allen Details begutachten kann.

 

Hier wird das monatliche Tourenprogramm vorgestellt. Die Touren finden nur bei gutem, stabilem Wetter statt. Jeder ist natürlich für die Ausrüstung wie Regenklamotte (trotzdem) und Werkzeug selber verantwortlich.

Und von den gemachten Touren gibt es hier auch Tourenberichte, wo sich der oder die potentielle InteressentIn ein Bild machen können, was Ihnen bei einr eventuellen Teilnahme "bevorsteht":

Nähmlich nette Menschen auf tollen Fahrrädern mit guter Laune.

Auf Wunsch nehmen wir auch Kontakte auf, um direkt zu benachrichtigen oder Veränderungen mitzuteilen. Ansonsten zur Kontaktaufnahme hier lang.

 

Aktuell ist die Saison 2017 mit der letzten Tour Ende Oktober abgeschlossen.

Die neue Saison 2018 startet mit den ersten Terminen im März/April, die rechtzeitig hier bekannt gegeben werden.

Für das Winterhalbjahr 2018 gibt es ein Schulungsprogramm in den Räumen von RETROCYCLE in Lübeck.

Wir behalten uns vor, bei nicht ausreichender Teilnehmerzahl die Termine abzusagen oder zusammen zulegen!

 

Für alle weiteren Fragen stehen wir jederzeit per Mail oder telefonisch zur Verfügung.


winterprogramm januar 2018


Sonntag, 07. Januar 2018 und Sonntag, 11. Februar 2018

 

Workshop "Inspektion selbst gemacht"

Hier gibt es Tipps und Tricks, wie man sein Rad mit wenig Aufwand selber instand halten kann.

Und warum manchmal weniger Öl auf der Kette mehr ist.

Dauer des Workshops ca. 3 Stunden inklusive Fragestunden.

Treffen ab 12 Uhr, Start 13 Uhr im RETROCYCLE Werkatelier in der Lindenstraße.

Für Kaffee, Tee und Snacks ist gesorgt.

Verbindliche Zusage ist Vorraussetztung an der Teilnahme,

Mindestteilnehmerzahl 5, Maximalteilnehmerzahl 10.

Teilnahmegebühr 10 €.

 

Sonntag, 21. Januar 2018 und Sonntag, 18. Februar 2018

 

Workshop "Reperaturen unterwegs"

In diesem kleinen Workshop werden alle sinnvollen Reperaturen für die Tour unterwegs gezeigt und Tipps für die Anschaffung von Werkzeug gegeben.

Und hier wird gezeigt, warum man nie ein rad bei einer Reperatur auf den Kopf stellen muss.

Dauer des Workshops ca. 3 Stunden inklusive Fragestunde.

Treffen ab 12 Uhr, Start 13 Uhr im RETROCYCLE Werkatelier in der Lindenstraße.

Für Kaffee, Tee und Snacks ist gesorgt.

Verbindliche Zusage ist Vorraussetztung für die Teilnahme.

Mindestteilnehmerzahl 5, Maximalteilnehmerzahl 10.

Teilnahmegebühr 10 €.

 

Sonntag, 28. Januar 2018

 

Filmvorführung im Rahmen "Fahrradfilme bei RETROCYCLE".

An diesem Tag wird bei uns im Werkatelier des liebevoll gemachte Zeichentrickfilm

"Das große Rennen von Belleville" gezeigt.

Diese französische Film von 2003 war u.a. als beste Animationsfilm für den Oscor nominiert und der Überraschungserfolg bei den Fimlfestspielen von Cannes.

Treffen um 14 Uhr, Dauer ca 2 Stunden, Ende mit Klönschnack offen.

Diese Vorführung ist NICHT öffentlich!

Verbindliche Zusage ist Vorraussetztung für die Teilnahme.

Mindestteilnehmerzahl 5, Maximalteilnehmerzahl 10.

Unkostenbeitrag 5 €

Für Kaffee, Tee und Snacks ist gesorgt.

 

Weitere Filme für Februar März folgen kurzfrisitg, Wünsche werden berücksichtigt!!!


Tourenberichte


RTC Abschlußtour von Lübeck nach Plön

 

Nun war sie zu Ende, die erste RTC Saison. Die Tour, eine Wiederholung der im letzten Jahr so gelungenen Tour nach Plön, stand gleich morgens schon unter einem schlechtem Stern. Obwohl uns strahlend blauer Himel erwartete, bekamen wir gleich drei (!) Absagen. Leider sehr enttäuschend, aber das besagte Wetter richtete Alles. Und so ging es dann nach einem gemeinsamen, kleinem Frühstück mit Kaffee und Tee im RETROCYCLE Werkatelier gestärkt los Richtung Stockelsdorf.

Dann ging es über Arfrade, Dissau, Lebatz und Gnissau Richtung Berlin, einem der leider traurigsten Orte in Ostholstein. Aber sie haben vom Postdamer Platz, Kurfürsten Damm und Unter den Linden wirklich Alles. Das Wetter zog sich immer weiter zu, aber der goldenen Oktober blieb uns beim Laub noch erhalten. Leider hatten wir das Problem, daß so einige kleine Straßen durch Erntefahrzeuge total verschlammt waren, daß der Vortrieb bei so manchen Rädern durch den zähren, breiigen Schlamm gehemmt wurde. Aber noch kam kein Wasser von oben. Das sollte sich aber bald ändern.

Nun setzte auch der vorhergesagte Regen leicht ein. Hinter Berlin ging es dann in Richtung Seekamp und Wöbs in Richtung Plöner See und Bosau. Das Wetter war nun zunehmend richtig herbstlich und die Regenjacken wurden rausgeholt. Aber das tat der guten Laune keinen Abbruch, denn der dampfende Tee und Tomatensuppe, Kuchen und warmer Milchreis warteten schon auf uns.

Und auch wenn es uns nicht so ganz danach war, wir saßen Mitte Oktober noch draussen und haben es uns schmecken lassen.

Tiefhängende Wolken und immer dichter werdender Sprühregen begleiteten uns dann am großen Plöner See entlang bis nach Plön hinein. Unterwegs konnten wir sogar auf Feldern noch junge Seeadler beobachten. Bis wir dann an der Bundesstraße entlang zu einem der am schönsten gelegenden und renoviertesten Bahnhöfen mit Blick auf das Schloß und den See auf den Regionalzug zurück zu unserem Ausgangspunkt Lübeck warteten. Ein paar Spässchen später waren wir dann in Lübeck.

Das war sie nun, die erste RETROCYCLE TOURING CLUB Saison. Sie hat uns mit vielen, netten Leuten und tollen Rädern an viele Orte mit schönen Strecken gebracht. Zu nennen sind da unter anderem

Ratzeburg, Mölln, Stade, Buxtehude, Plön, Schwerin, Kopenhagen, Roskilde, Salzhausen sowie Vier- und Marschlande, Timmendorfer Strand, Alstertal, Lüneburger Heide, Niendorfer Hafen und Zollenspieker.

Wir haben viel gelacht, gegessen und, das Wichtigste, bei keinem einen nennenswerten Defekt oder gar Sturz gehabt!

Wir bedanken uns bei Richard, Andreas, Björn, Lars, Niels, Bert, Leon, Christian, Felix, Marcel, Martina, Iwani und Julia für die mehr oder weniger  regelmäßige Teilnahme.

Es hat sehr viel Spaß gemacht mit euch! Hoffentlich nächstes Jahr wieder!


Spontantour zum Schloß Bothmer bei Klütz

 

Bereits am Freitag bekamen wir den Vorschlag von Richard, einem regen Teilnehmer im RTC, am Sonntag das tolle vorrausgesagte Wetter zu nutzen und durch Meck-Pomm zu fahren. Die Idee:

Von Lübeck über Bardowiek und Schönsberg nach Klütz und den Ostsee-Radweg zurück nach Travemünde. Also gesagt, getan. Um 12 Uhr im RETROCYCLE Werksatelier getroffen und über Lübeck-Schlutup raus gen Nord-Osten schön durch schönste Oktobergoldene Wälder.

Hinter Schönsberg ging es dann in den Wald um den Verlauf der Maurine zu folgen. Hier trafen wir auch auf eine Motocross-Strecke, während sich unsere Tour auch immer mehr zur Crossstrecke entwickelte. Der Untergund schüttelte uns die Kraft raus, die schmalen Reifen unserer "Randonneers" taten ihr Bestes dazu bei. An einer idyllischen Brücke gab es dann eine kleine Pause, während sich die junden Kolkraben lustig über unseren Köpfen in den Bäumen krächsten. Ein paar kleine Ortschaften späten gab es guten Asphalt und nach guten vier Stunden Fahrt waren wir dann am Schloß.

In dem frisch renovierten Anwesen mit Restaurant stärkten wir uns bei Kaffee, Kuchen und Curry mit Apfelsaft. Die Sonne stand immer tiefer und tauchte die gesamte Gegend wie wohl den gesamten Norden in warmes Licht. Es ging dann durch das schöne Örtchen Klütz durch in Richtung Küste. Hier stiessen wir auch schon bald auf den Ostseeküsten Radweg, der eine wahre Freude war zu fahren. Untergund als wenn man auf Parkett fährt, Blick auf die Ostsee und der vor uns liegende Sonnenuntergang verspachen einen schönen Abschluss.

Leider zog sich diese Strecke dann doch etwas, so dass wir irgendwann unsere Lichtanlagen einschalten mussten und wir nach geschätzten 70-80 Kilometern im Dunkeln in Travemünde ankamen. Wir hatten die Sonntagstour etwas unterschätz, so daß wir uns dann ab Trvemünde für den Zug entschieden. Aber das Schloß war den Besuch wert, wir haben das Wetter perfekt ausgenutzt und der Ostseeradweg wird nächstes Jehr bestimmt ins Touren-Programm des RTC aufgenommen!


Geländetour zum Hamburger Flughafen

 

Am Samstag vor der Tour goß es dermaßen in Strömen, daß wir an das vorrausgesagte, gute Wetter nicht glaubten. Aber: Wie bei fast allen RTC-Touren startete der Sonntag mit strahlend-blauem Himmel soweit das Auge reichte. Also Cyclocrosser und Mountainbike gesattelt und los. Bereits am Lübecker Bahnhof überraschte und Christian wieder mit eineml aussergewöhnlichen Rad ohne italieneischem Innenlager: Kuwahara "Tigerente" Jaguar aus den späten 80igern. Lars mit seinem VSF-Randonneur trafen wir dann noch in Bad Oldesloe und dann ging es schon los.

Es ging den EBOE-Bahntrassenradweg in Richtung Henstedt-Ulzburg entlang. Wir hatten leichten Gegenwind, und es fiel uns dann doch auf, daß ja gerade Sturmtief "Xavier" gewütet hatte. Wie weit würden wir kommen ohne auf überflutete oder blockierte Wege zu stoßen? Aber wir konnten toll fahren, Bilder knipsen, und die beseitigten, aber unübersehbaren Schäden von "Xavier" begutachten.

Bei Nahe stießen wir dann auf die Bundesstraße 432, die wir eigentlich in Richtung Tangstedt nehmen wollten. Lars hatte aber die gandiose Idee, hinter Nahe abzubiegen in Richtung Wilstedt. Eine super Entscheidung! Schöne, weite und tiefe norddeutsche Landschaft und ein unglaublicher Himmel!

In Wilstedt angekommen gab es dann eine kleine "Brötchenpause" in der Sonne, bevor wir uns aufmachten in Richtung Tangstedter Forst. Auf den Landstrassen kamen uns nicht nur sehr beeindruckende Landmaschine von apokalyptischen Ausmaßen entgegen, auch waren noch sehr viel Zeitfahrer auf ihren "Carbon-Ufos" unterwegs. Im Tangstedter Forst wieder diverse spektakuläre Sturmschäden der letzten Woche. Dann ging es die Schleswig-Holstein-Strasse runter zum Ochzenzoll.

Hier ging es dann an der Tarpenbek entlang in Richtung Fughafen Hamburg. Und hier gab es dann auch die erste Behinderung durch "Baumfall".

Nach noch ein paar weiteren nicht ernstzunahmenden Hindernissen aus Wasser und Matsche zogen wir dann an der sogenannten "Schwarzwaldsiedlung" vorbei und kamen letztendlich am Krohnstiegtunnel raus. Nun war es nicht mehr weit bis zum "Coffe-to-fly" und der Aussichtsplattform. Und die Zeit passte auch für den Start des großen Emirate-Fliegers Boing 777 mit seiner beeindruckenden Geräuschkulisse. Bei Kaffee, Tee und Rumkugel saßen wir noch etwas in der Sonne, bis es dann auf den Weg zum Hauptbahnhof Hamburg durch die Stadt ging.

Tolles Wetter, tolle Räder, tolle Leute, tolle Strecke: Es hat (wieder) Mal Alles gestimmt!

Danke an Lars, Christian und Jule für den schönen Tag.


01.10.2017

 

Sonntag, schönstes Wetter wider Vorraussagung! Wir hatten eigentlich einen RTC freies Wochenende, aber wir hatten über Facebook und den Lübecker Nachrichten "spitzbekommen", daß in Travemünde vier Tage lang das Drachenfest stattfindet.

Gedacht mit dem Zug, sind wir dann doch auf die Räder gestiegen für eine kleine Entspnnungstour. Frei nach dem Motto: Im Winter sitzen wir wieder drin, und bereuen jeden Tag, den wir nicht radgefahren sind... Schön war es!


Tour im Rahmen der Retrocycle Fahrradtage nach Niendorf

 

Am Sonntag der "Fahrradtage" trafen wir uns nach getätigter Wahl im RETROCYCLE Werkatelier gegen 12 Uhr zu Gebäck und Kaffee. Und obwohl es dunkel und bedeckt war, tauchten neben dem harten Kern auch Kunden und Freunde auf, die lange nicht mehr dabei waren. So gab es dann auch viel zu besprechen, bevor es dann bei milden, aber herbstlichen Bedingungen in Richtung Bad Schwartau und Hemelsdorfer See losging.

Der Himmel riss dann auch so langsam auf und die schon gute Stimmung besserte sich mehr und mehr. Und wie immer nach Osten in Richtung Wasser ging es durch schöne, wenig befahrene Waldgebiete in Richtung Kreuzkamp und das Erdbeerdorf Warmsdorf. Und auch der Hemelsdorfer See zeigte sich durch die Felder. Nach guten zwei Stunden Fahrtzeit waren wir dann an der Ostsee.

Hier verzog sich der Hochnebel dann auch schnell vollständig und wir hatten blauen Himmel, eine leichte Brise und pure Entspannung. Bei sovielen RETROCYCLE Rädern kamen wir nicht ohne Gespräche und Visitenkarten verteilen zum Fischessen an den Niendarfer Hafen. Da die Portionen so gewaltig waren, ging es danach direkt ins Cafè zum Verdauungskäffchen mit Blick aufs Wasser. Noch einige Schnappschüsse mit Urlaubsfeeling und dann zurück.

Nun ging es zurück, etwas zuviel gestärkt, mit Rückenwind und warmer Abendsonne. Der erste Eindruck von Herbst war schon da. Und kurz vor Dänischburg wurden dann auch die Schmidt-Lichtanlagen angemacht. Wozu hat man sie? Anschließend noch einen schönen Blick auf die Marienkirche und die Lübecker Altstadt, bis sich dann an der RETROCYCLE-Werkstatt die Runde auflöste. Danke an Niels, Richard, Julia, Felix und Iwami für eine tolle Tour und einen tollen Tag!


Heidetour nach Salzhausen

 

Am Sonntag trafen wir uns um Punkt 12 Uhr in Harburg. Wir hatten doch tatsächlich Glück mit dem Wetter zwischen all den Regentagen. Bis auf das Alu-Bulls von Richard waren wieder schöne Stahlräder dabei. Allen voran das Dancelli von Christian, eine wahre italienische Diva wie sich später herausstellen sollte. Es ging also gut gelaunt los über den Großmoordamm hinaus in Richtung Elbdeich und dann landeinwärts in Richtung Stelle.

Tolle Strecke, bestes norddeutsches Spätsommerwetter, doch kurz vor Stelle dann doch der Schlußakt der italienischen Diva von Christian: Das Innenlager drehte sich aus was für Gründen heraus. Bei der provisorischen Reperatur mit u. a. Vulkanisierungsflüssigkeit dann das Ende. Beim Festziehen des Edco Innenlagers brach zu allem Überflüß der Konterring. So ging es dann in Richtung Ashausen nur zu viert weiter. In Richtung Salzhausen aber immer leicht bergauf mit Gegenwind.

Die Strecke zog sich, aber die Vorfreude auf den Biergarten in Sanzhausen sowie die Rücktour mit Rückenwind und bergab sowie die immer schöner werdende Heidelandschaft und nicht zuletzt der perfekte Asphalt machten die Tour zum Genuß. Allerdings folgte direkt in Salzhausen schon der nächste Akt des Dramas: Unser heißgeliebter Gasthof mit Biergarten ist abgebrannt! Der Schock saß tief. Also auf die Suche nach einer Alternative, und so sind wir bei einem Restaurant halb italienisch, halb indisch, mit spanischer Bezeichnung hängengeblieben und haben doch gut indisch gegessen.

Nach einem kleinen Eis ging es dann in der halben Zeit zurück wieder über Garlstorb, Ashausen, Stelle und Hoopte am Deich lang bis zu Elbfähre. Hier stiessen wir auf einige andere Radfahren und Lars fand sogar einen gleichgesinnten mit lasurgrünem VSF-Randonneur. In der Abendsonne ging es dann den Marschbahndamm lang mit einem kurzem Abstecher zur Dorfkirche Ochsenwerder.

Zum Schluss konnten wir noch unsere Lichtanlagen in der aufkommenden Dämmerung einschalten und uns beim reinkommen nach Hamburg an dem Blueport erfreuen.

Unterm Strich tolle lange Tour, leider mit einem Ausfall, aber mit der gesamten Nutzung des wundervollen Wetters. Danke allen Teilnehmern! Bis zur nächsten Tour!


Eulenspiegeltour nach Mölln

 

Gegen 12 Uhr pünktlich starteten wir an der RETROCYCLE-Werkstatt. Hier wurde noch kurz beäugt, wie weit wir mit den ersten Rahmenbauprojekten gekommen sind.

Dann ging es am Travekanal hin zum Elbe-Lübeck-Kanal raus aus Lübeck entlang an "gewässerten" Autos. Am Kanal ging es dann bis hin nach Berkenthin. Bevor es dann allerdings langweilig wurde, bogen wir vom Kanal weg landeinwärts in Richtung Anker.

Hier wurden die Straße leer, gut geteert und mit dem sehr angenehmen Wetter wurde es mit zum

"als wennste fliegst" statt radfahren. Leicht bergauf und bergab, herrlich!

Dann ging es in Richtung Lankau, allerdings mussten wir uns in Neu-Lankau entscheiden ob wir nun Straße und Waldweg am Lankauer See vorbei fahren wollen. Der See ist einer der tollsten Badeseen, aber da die Badetemperatur nicht perfekt war beschlossen wir, wohl wissentlich, daß die Straße weiter so perfekt sein würde, die auch nach Mölln zu nehmen. Hier erwartete uns das Möllner Stadtfest mit Essen, Musik und Flohmarkt in der gesamten Altstadt. Fix was los! Es gab Pommes und Steak vom Grill, und anschließend Kaffee am sehr sympatischen Bootsanleger und -vermietung am Stadtsee. Kuchen kam dann auch mit dem Ausflugsdampfer....

Gestärkt ging es die Strecke wieder zurück, nicht ohne hinter Neu Lankau am Biobauernhof zu halten, Obst zu kaufen und spontan im Beisein von lustig dreinschauenden Kühen noch eine Gurke zu vertilgen. Nach den letzten, zugegebener Maßen dann doch sehr ermüdenden, holprigen Kilometern am Kanal empfing und nach sehr abwechsungsreichen und tollen 60 Kilometern Lübeck mit dem Dom wieder. Wieder eine gelungene Tour mit tollen Leuten bei bestem Wetter.

Wir freuen uns schon auf das kommende Wochenende und die Tour nach Salzhausen.


Tour durch das Alstertal

 

Gegen 13 Uhr trafen wir uns am Bahnhof Ohlsdorf am Ausgang zum Schwimmbad bei schönem Wetter mit der Gewissheit "...es wird voll sein im Alstertal....".

Aber weit gefehlt! Wir konnten ganz entspannt mit guter Reisegeschwindigkeit die Alster hoch bis nach Wellignsbüttel zum Torhaus, dann weiter zur Poppenbütteler Schleuse mit einem kleinen Abstecher zur "Henneburg" die neuerdings "Alsterschlösschen" heisst. Was denn nun: Schloß oder Burg?

Weiter die Alster hoch ("Toll soviel grün an nur einem Tag zu sehen") am Rodenbeker Quellental vorbei bis zur Grenze Tangstedts zur Alten Rader Mühle zur Einkehr mit Bier und Bratwurst und schlecht dargebrachtem Schlager zum Sommerfest vor Ort.

Hier wurde uns auch klar, daß wir (leider) keinen Teilnehmer aus Hamurg dabei hatten.

Also Tourverlauf geändert: Weiter gen Norden nach Süllfeld, den Bahndamm-Radweg nach Bad Oldesloe zurück.

Unterm Strich: Tolle Tour durch ein Naherholungsgebiet, welches auf den Karten kaum sichtbar ist.

Entspannt gefahrenen 70 Kilometer und ein toller spontan geänderte Routenverlauf!

Wir freuen uns schon auf die nächste Tour.


Tour Dänemark Juli 2017

 

Wir starteten unsere gedacht, wohlvorbereiteten Tour nach Kopenhagen am Samstag um 7 Uhr in Lübeck Hauptbahnhof. Die Idee nach eingängiger Beratung im DB Reisezentrum war, dem Ansturm früh auszuweichen und über Rostock mit der Fähre rechtzeitig in Gedser/Dänemark zu sein, um noch einige Kilometer zu machen.

Falsch gedacht: In Rostock muss man, nachdem man mit der S-Bahn noch einiges gependelt ist, mit dem Bus zum Fähranleger auf die andere Seite des Hafens fahren. Natürlich alles mit schwer bepackten Fahrrädern so um die 30 Kilogramm.

Bedeutet: 6 mal umsteigen, 3 Stunden Wartezeit und 8 Stunden Reisezeit insgesamt bis wir dann endlich dänisches Festland unter den Reifen hatten. Diese Route ist zumindesten mit der Bahn nicht zu empfehlen. Mit dem Rad den Ostseeradweg bis Rostock ist die bessere Alternative.

Obwohl das Wetter mehr als bescheiden war (ziehen wir denn jetzt auch die Garmaschen an?),

ist das Radreisen dort wundervoll und wie im Paradies.

Super ausgebaute und ausgeschilderte Radwege:

Diese führen einen ohne Navi oder Karte über die internationalen Radrouten sicher und vor allem schnell zu seinem Ziel führen. Es ging von Gedster die Radroute 8 an der Küste hinauf über Stubbeköbing über die Inseln Bogö, Mön und dann auf der Route 9 weiter nach Praestö und Kogö auf Seeland.

Hier stellten wir fest, daß wie so gut vorankamen, daß wie viel zu schnell in Kopenhagen sein würden. Also machten wir über die Regionalroute 86 einen Abstecher nach Roskilde.

Unterwegs tolle, günstige und professionell geführte Campingplätze:

Der Abstecher nach Roskilde entpuppte sich als absoluter Glücksfall, da wir dort nicht nur den perfektesten Campingplatz (auf dänisch "den snukkeligsten Camping") gefunden hatten. Die Stadt mit dem Dom, dem Rock/Pop- und dem Wikingermuseum und der Lage direkt am Fjord sind auf jeden Fall ein, zwei oder drei Tage Aufenthalt wert. Wir haben dort im Cafe Satchmo nicht nur am besten gegessen.

Wir entdeckten auch mit dem ortlichen Kraftwerk, daß gerade und auch bei den Nutzgebäuden die Dänen ein Faible für tolles Design haben:

Nach Roskilde ging es dann auf der Radroute 6 dann endlich nach Kopenhagen, der Stadt mit der angeblich höchsten Lebensqualität weltweit und dem nachweislich bestausgebauten Radwegenetz. Auch hier tolle Architektur im Kombination von alt und neu.

Die üblichen Attraktionen wie Meerjungfrau und Königspalast mit Wachablösung haben wir schnell abgearbeitet, um uns dem wahren Kopenhagen zu widmen:

Es ging dann mit dem Zug zurück, wohl in der Gewissheit, daß die Lockerheit und das entspannte Radfahren in Deutschland nicht mehr das Gleiche sein werden.

Und auch die vielen, netten Bekanntschaften auf unserer Tour (ausschließlich Deutsche Radfahrer) dachten mit der gleichen Wehmut daran, was zuhause wieder auf sie zukommt. Als da wären:

Frank aus Tübingen, Andreas aus Stade, Martin aus Heidelberg, die Eltern von Karl aus Köln, die Architektin aus Darmstadt und noch einige andere. Wie haben uns gefreut, euch kennen zu lernen!

Und auch wenn das Wetter größenteil besch..... war, so gab es sie doch, die Momente: